NLP Pyramide MenschenDas Neuro-Linguistische Programmieren (NLP) besteht aus mehreren Teilkonzepten. Bereits jedes Teilmodell für sich erschließt  ein gewaltiges und persönliches Forschungs- und Handlungsfeld. Das NLP-Konzept lebt von der wechselseitigen und konsequenten Bezugnahme der Teilmodelle aufeinander und stellt daher ein sehr lebendiges und variables Kommunikations- und Verhaltenskonzept dar.


Da das NLP-Konzept mehrere Teilmodelle beinhaltet, soll an dieser Stelle nur ein Auszug der wichtigsten Teilmodelle und –konzepte vorgestellt werden, die jeder an NLP-Interessierte nach einem NLP Basiskurs schnell und einfach anwenden kann. Im NLP trainiert man direkt zum Beginn einer Ausbildung:

  • Wahrnehmung: Beim Modell der Wahrnehmung geht es u.a. um „sinn-volles“ Wahrnehmen. Also darum, wie wir Menschen mit den uns zur Verfügung stehenden Sinnen uns unsere Welt erschließen und die aufgenommenen Informationen verarbeiten. Die Art und Weise, wie wir diese Erfahrungen speichern und wiederum abrufen können bestimmt unsere Verhalten und Denken. Damit wir über unser Denken nachdenken können, benötigen wir eine Struktur. Eine von vielen weiteren Strukturen bietet uns das Modell der Repräsentationssysteme.
  • Repräsentationssysteme: Das Modell der Repräsentationssysteme beruht auf einer ganzheitlich-vernetzten, internen Verarbeitung von Sinneseindrücken und Erinnerungen in den einzelnen Sinneskanälen. Eine hilfreiche Vorstellung ist, dass wir unsere Sinne nutzen, um Erinnerungen abzurufen und kreativ zu werden. In diesem Zusammenhang sei das im NLP bekannte Akronym VAKOG (Visuell, Auditiv, Kinästhetisch, Olfaktorisch, Gustatorisch) erwähnt, dass in viele Ausbildungsrichtungen Einzug gehalten hat.
  • Sprache: Wir verwenden Worte, um unseren Erfahrungen eine Bedeutung zuweisen zu können. Dadurch haben wir die Fähigkeit, uns zu reflektieren und mit Anderen in Kontakt zu treten. Da sich die Erfahrungen und damit die Bedeutung, die wir Worten beimessen bei jedem Menschen unterscheiden, kommt es nicht selten zu Konflikten.
  • Das Meta-Modell der Sprache: Beim Meta-Modell der Sprache geht es darum die ursprüngliche Erfahrung/Bedeutung von verbaler Sprache wieder zugänglich zu machen. Dies ist nur bedingt möglich - gibt uns aber eine größere Chance, andere Menschen (und sich selber) zu verstehen. Tilgungen, Verzerrungen und Verallgemeinerungen werden hinterfragt, um zu den Informationen zu gelangen, die wir benötigen, um mehr Licht ins Dunkel zu bekommen.
  • Rapport: Die Voraussetzung für eine gelungene Kommunikation ist die Fähigkeit, mit unserem Gesprächspartner auf eine vertrauensvolle und von Sympathie gekennzeichnete Ebene zu gelangen. Diese gemeinsame Ebene wird Rapport genannt. Hierbei lernen schon Basiskurteilnehmer, wie sehr nicht nur die verbale, sondern auch die nonverbale Kommunikation von Bedeutung ist.
  • Ziele: Wie können wir unsere Chancen, ein Ziel zu erreichen, erheblich verbessern? Was hat uns bisher daran gehindert, unsere Ziele zu erreichen? Bereits die Art und Weise, wie ich mein Vorhaben definiere und die ersten Schritte plane, kann über Sieg und Niederlage entscheiden. NLP orientiert sich auch hier wieder an den effektivsten Wegen, die zur Zeit verfügbar sind.

Das Neuro-Linguistische Programmieren versteht sich selbst als ein ganzheitliches Konzept. Deshalb werden in NLP-Ausbildungen wie zum Beispiel zum NLP-Practitioner oder NLP-Master alle Verhaltensäußerungen von Menschen, sowohl Signale des Körpers, Sprachmuster, Blickmuster etc. gezielt im Trainingsgeschehen mitberücksichtigt. NLP geht davon aus, dass neben den gewohnten Bezugsrahmen der Kommunikation auch noch unzählige andere Perspektiven möglich sind, deren Erkenntnis es dem NLP-Anwender ermöglicht, Dinge, Ereignisse, Erinnerungen und Phänomene in ein anderes Licht zu stellen, zu betrachten und zu bewerten.

Im Vordergrund der NLP-Ausbildung stehen vor allem Prozesse der internalen Informationsverarbeitung. Hochwirksame Anwendungen werden bereits im NLP-Basiskurs von den Teilnehmern auf deren Nützlichkeit und praktische Handhabung in Form von Demonstrationen, Übungen, Rollenspielen und Lernexperimenten erprobt und vertieft. Der Schwerpunkt der NLP-Ausbildung bildet dabei die aktive und kritische Auseinandersetzung der Teilnehmer und Trainer mit den Übungsinhalten.

Die generell konstruktive Entwicklungsrichtung in der NLP-Ausbildung konzentriert sich darauf,

  • im Teilnehmer verankerte, aber nicht mehr im Blick liegende Wahrnehmungsgewohnheiten wieder freizulegen und ggf. zu korrigieren,
  • die komplexe Art des Kommunizierens in seinen Einzelelementen (Wahrnehmen, Speichern, Repräsentieren, verbales und nonverbales Sich-ausdrücken) erfahrbar zu machen und in seiner Ganzheitlichkeit zu trainieren,
  • den Beziehungsaspekt in der Kommunikation als kommunikatives Leitprinzip gegenüber dem Inhaltsaspekt verstärkt in den Mittelpunkt zu rücken,
  • neue und andere Möglichkeiten der Flexibilität im Denken und Handeln aufzudecken und dadurch den Zugang zur individuellen Kreativität der Teilnehmer zu öffnen. (Axiom: „Wenn das, was du tust, nicht funktioniert, tue etwas anderes.“; „Wenn das, was du tust, funktioniert, tue etwas anderes.“),
  • mit den Teilnehmern eine konsequente und „sinn-volleZielfindung und Zielerreichung im persönlichen Handeln zu üben

 

(Foto: Menschenpyramide © Mirko Raatz - Fotolia.com)